Feuerbestattung


Der Feuerbestattung setzt eine Einäscherung voraus. Die spätere Beisetzung in einer Urne findet dann auf einem Friedhof statt.

In Deutschland besteht trotz einiger Diskussionen um diese Frage nach wie vor die Pflicht zur Beisetzung der Asche auf einem Friedhof (Friedhofszwang). Sowohl in Deutschland, in Österreich als auch in der Schweiz ist aber auch eine Bestattung der Asche in einer biologisch abbaubaren Urne an Baumwurzeln (Friedwaldbestattung) möglich.

Außerdem gibt es die anonyme Beisetzung in Form von Verstreuen der Asche auf dem sog. Aschenfeld eines Friedhofs (besonders in Norddeutschland verbreitet), und die Seebestattung, bei der die Urne von Bord eines Schiffes im Meer versenkt wird.

IMG_1042.jpg

In der Tschechischen Republik gibt es keinen Friedhofszwang, das heißt, die Asche kann auch einfach in den Wald oder in einen Fluss oder ähnlich gestreut werden.

Außerdem kann man mit einer gesonderten Genehmigung die Urne auch im eigenen Garten beisetzen.

Es besteht die Möglichkeit der sog. "Luftbestattung", dabei wird die Asche aus der Urne von einem Heißluftballon aus über einem Waldgebiet verstreut. Diese Bestattungsform wird auch von einigen deutschen Bestattern angeboten und findet dann über dem Elsass statt.

Die momentan jüngste Beisetzungsform der Körperasche bezeichnet man als Diamantbestattung, im Zuge derer die Leichenasche zu einem (oder mehreren) Diamanten gepresst wird. Dabei werden zunächst die organischen von den anorganischen Aschebestandteilen getrennt. Der dabei verbliebene Kohlenstoff wird unter sehr hohem Druck und hohen Temperaturen zu Diamanten verarbeitet, die in verschiedenen Schliffarten, Karatstärken und Gravurarten angeboten werden. Mittels der Verarbeitung zu Schmuckstücken bietet diese (sehr kostenintensive) Bestattungsform den Angehörigen die ständige räumliche Nähe des/der Verstorbenen.